Hangzhou
Tatsaechlich wird die Stadt dominiert von dem grossen See, der Anziehungspunkt fuer viele Menschen sind. Entlang des Ufers erstrecken sich unzaehlige viele Parks. So dass es unheimlich viele Optionen gibt. Die Meisten mieten sich ein Fahrrad, um den See zu umrunden und moeglichst viel zu sehen. Da ich mittags ankomme, mache ich erstmal zu Fuss auf den Weg. Mein Hostel liegt ausserhalb der Stadt, suedlich des Sees am Zoo. Es ist ein ordentliches Hostel und bietet ein Bett fuer 2 Euro an, das wollte ich mal testen. Testurteil: einfach, aber gut.
Die Sonne lacht am Himmel und es macht sehr viel Spass herum zu laufen. Besonders schoen sind die Parks etwas hoeher gelegen an der Westseite des Sees. Die "Flower Nursery" hat wunderschoene Themengaerten mit Bonsais, grossen Teichen und Blumenbeeten. Wie in ganz China begegnet man auch
hier den Hochzeitspaaren, die scheinbar ihren Tag zusammen mit dem Fotografen verbringen. Unermuedlichen werden Fotos geschossen, das Brautpaar wieder neu arrangiert. Hier ist schauspielerisches Talent gefragt. Es scheint ein must-have fuer jedes Brautpaar zu sein.
Am zweiten Tag geht ein wenig Zeit fuer organisatorische Dinge drauf, danach fuehrt mich der Zufall in den Wald suedlich des Sees. Es gibt gepflasterte Wege und gelegentlich Wegweiser, die zwar auf chinesisch sind, aber an denen man sich grob orientieren kann. Die ganze Zeit geht es steil hoch und runter, genau was ich jetzt brauche. Oben auf dem Huegel wird man mit einer wunderschoenen Aussicht belohnt und einem Tempel, der mal keinen Eintritt verlangt. Noch voller Tatendrang strueme ich wieder runter, nur um danach wieder empor zu klimmen. Von der Tiger Spring kann auf einen hohen Huegel klettern. Friedlich liegt einem Hangzhou zu Fuessen. Auf der einen Seite liegt der See mit der Stadtsilhouette auf der
Ostseite und auf der anderen Seite ist der brauen Fluss. Alles liegt schemenhaft im Dunst, da es nachts geregnet hat.
Hangzhou ist ein schoener Stopover, wenn man etwas Zeit hat. 1-2 Tage kann man hier ganz entspannt verbringen. Bei mir geht es heute Mittag weiter mit dem Zug nach Yushan. Dort will ich einen der heiligen Berge Chinas besteigen. Ein Polin hat mir vom beruehmtesten abgeraten, daher fahre ich jetzt etwas weiter suedlich.















